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24.08.2010

geschichtliches
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Die Gründung des Ortes Dannenfels fällt zusammen mit der Erbauung der Burg Tannenfels um 1270 und auch die ehemalige Ortslage ist in deren Bereich zu suchen. Auf Betreiben von Graf Philipp I. von Sponheim hat Kaiser Ludwig, der Bayer, im Jahre 1331, dem damals kleinen Ort die Stadtrechte verliehen. Bedingt durch die abgelegene Lage konnte sich die Siedlung aber nur langsam entwickeln, und als 1268 Graf Heinrich II. von Sponheim-Tannenfels für den naheliegenden Ort Kirchheim die Stadtrechte erwirkte und dort auch seinen Wohnsitz nahm, verlor Dannenfels wieder an Bedeutung. Zusammen mit Kirchheim fällt Dannenfels 1385 durch Heirat an das Haus Nassau-Weilburg, bei dem es von nun an rund 400 Jahre verblieb.
Während des 30-jährigen Krieges, besonders um 1635, wurde Dannenfels, wie viele Orte der Pfalz, vollständig verwüstet; die Bewohner flüchteten, so dass das Dorf vorübergehend entvölkert war.
Nach dem Kriege zurückkehrende Siedler begannen mit dem Neuaufbau von Dannenfels südöstlich der Burg, um den Bereich der heutigen Kirche. Diese wurde 1673 errichtet, der Kirchturm 1781. Zusammen mit dem 1778 erbauten Pfarrhaus sind dies wohl die ältesten, noch im alten Zustand bestehenden Gebäude des Ortes. 1802 wurde Dannenfels Sitz einer in der napoleanischen Zeit geschaffenen Bürgermeisterei, die auch für Jakobsweiler und Bennhausen zuständig war und bis zu der Verwaltungsreform 1972 erhalten blieb. Seitdem gehört der Ort der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden und damit dem Donnersbergkreis an. Bis zu dem allgemein großen wirtschaftlichen Aufschwung nach dem letzten Krieg war Dannenfels überwiegend ein Bauern- und Waldarbeiterdorf. Die geringe Bodengüte des Ackerlandes wurde frühzeitig durch starken Obstanbau etwas ausgeglichen. Schon um 1820 ist ein erheblicher Handel mit verschiedenen Obstarten nachgewiesen.

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Charakteristisch für Dannenfels ist aber die Verbreitung der Edelkastanien rund um das Dorf, deren Anpflanzung vermutlich schon auf das späte Mittelalter zurückgeht. Symbolisch dafür ist der wohl weit über 600 Jahre alte "Dicke Keschdebaam" mitten im Dorf, heute leider nur noch eine Baumruine.
Wie schon erwähnt, setzte recht frühzeitig der Ausflugs- verkehr nach Dannenfels und dem Donnersberg  ein.

 Als Folge davon waren beispielsweise 1856 schon fünf Gastwirtschaften, davon zwei mit Pension und Tanzsaal, sowie zwei Branntweinwirtschaften angemeldet.
Weitere Stationen auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs waren um 1864 die Errichtung des Ludwigsturmes, 1875 die Erbauung des Kurhauses "Villa Donnersberg" (später Kinderkurheim, heute Kloster Gethsemani), 1880 Aufstellung des Adlerbogens, 1883 Gründung eines Kurvereins, 1892 Erbauung einer Lungenheilstätte durch die BASF (heute Studienhaus), 1962 Errichtung des Fernsehturmes, 1974 offizielle Anerkennung als Erholungsort, 1981 Umwandlung der alten Schule in ein Donnersberghaus mit Donnersberg-Informationszentrum und anderen Abteilungen.
Heute spielt die Land- und Forstwirtschaft in Dannenfels nur noch eine untergeordnete Rolle, allenfalls bei einigen Betrieben der Obstanbau in moderner Form. Die Arbeitsplätze liegen überwiegend außerorts.
Der Fremdenverkehr dagegen hat sich behauptet und erlebt gegenwärtig, durch erhebliches Engagement der Werbegemeinschaft und des Donnersbergvereines einen neuen Aufschwung.