
Stand: 04.07.2011

Wenn man den Beginn der Geschichte mit dem ersten Vorliegen schriftlicher Überlieferungen gleichsetzt, dann endet die Vorgeschichte auch in der Nordpfalz mit den Kelten. Zwar hat bereits Herodot im 5. Jahrhundert v. Chr. auf die Kelten hingewiesen, doch erst durch Cäsar wird unsere Kenntnis differenzierter. Da aber der pfälzische Raum im „Gallischen Krieg“ keine Rolle gespielt zu haben scheint, ist er bei Cäsar auch nicht genannt.
Die Kenntnis über die Kelten in der Nordpfalz beruht deshalb ausschliesslich auf Überresten und Ausgrabungen. Das gilt insbesondere für den Donnersberg, denn auf dessen Gipfel hat sich eine umfangreiche keltische Befestigungsanlage
befunden. Deren eindrucksvolle Reste sind noch heute zu sehen: Das rund 8,5 km lange Ringwallsystem, das die Anlage geschützt hat, hebt sich über weite Strecken im Gelände deutlich heraus und kann begangen werden.
Der Ringwall auf dem Donnersberg ist allein schon damit eine bemerkenswerte Anlage.
Dazu kommt deren Fläche: Mit rund 240 ha stellt sie das drittgrösste „Oppidum“ (Stadt)
in Mitteleuropa dar. Etwa die Hälfte jener Fläche -
Über die Baugeschichte dieser Anlage wissen wir durch eine Reihe von Ausgrabungen inzwischen recht gut Bescheid: Um die Mitte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts besteht auf dem Donnersberg eine spätkeltische Siedlung. Nördlich von ihr liegt eine kleine Befestigung: der Schlackenwall (I). Und südlich jener Siedlung befindet sich ein Heiligtum: die „Viereckschanze“ (II).
Die daraufhin erbaute weit umfangreichere Befestigungsanlage -
Damit bieten die Überreste der keltischen Kultur auf dem Donnersberg vielfältige
Einblicke in die ausgehende Vorgeschichte. Dies ist um so mehr der Fall, als die
wichtigsten Objekte durch den ca. 4 km langen „Keltenweg“ erschlossen sind, in dessen
Verlauf aufeiner Reihe von Informations-

Schematische Darstellung des Ringwalles
Zeichenerklärung:
A -
Az -
B -
I -
II -
1 -
2 -
3 -
4 -
5 -